Neubau abgelehnt, Sanierung befürwortet Lotter Schützen wollen Investitionsstau beheben

Engagiert für den und im Schützenverein bleiben Armin Sünnewie (von links), Horst Kröner, Heidi Willms, Michael Leben und Brigitte Gausmann. Foto: Ursula Holtgrewe

Die Adresse Jahnstraße 6 in Alt-Lotte aufgeben oder bleiben? Die Mitglieder vom Schützenverein Lotte von 1659 stellten beim Jahrestreffen im Vereinshaus die Weichen für die Zukunft.

Diesmal zahlreich erschienene Mitglieder hatten am Samstag zu entscheiden, ob die Schützen den Investitionsstau nach und nach abbauen sollen oder ob der Überlegung von Schützenbruder Friedhelm Lange gefolgt werden soll, neue Bahnen unter der neu zu bauenden Sporthalle zu planen.
Bleiben oder verkleinert neu bauen?

„Wir sollten uns fragen: Lohnt die Aufrechterhaltung des Betriebes noch in Zukunft? Als Verein müssen wir gucken, wo wir 2030 stehen“, betonte Lange. Er hatte auch denkbare bauliche Veränderungen im Rahmen des „Masterplans Sportzentrum Lotte 2030“ an der Jahnstraße im Blick. Unterstützung erhielt er von Günter Fischer. „Wenn wir nur einen Keller bauen, dann brauchen wir jemanden, der oben drüber baut – am besten die Gemeinde.“

Bürgermeister Rainer Lammers kommentierte leicht erregt: „Wir kommt man darauf, dass man hier weg will? Es gibt meines Erachtens nur eine Lösung: Die Schützen müssen hier bleiben.“
Lotter Schützen müssen viel Geld investieren

Jedenfalls muss der Verein viel Geld in die Hand nehmen. Belastbare Zahlen legte der Ibbenbürener Architekt Otto Niehaus vor. Zeitwert für die gesamte Anlage: rund 416.000 Euro. „Das wird auf dem Markt nicht zu erzielen sein“, dämpfte er jeglichen Optimismus. Für den Neubau eines Kellers mit vier Luftgewehr- sowie vier Kleinkaliberbahnen plus Nebenkosten errechnete der Architekt 540.000 Euro. Hinzu kämen die Kosten für eine neu zu erteilende Genehmigung des Schießbetriebs – ohne die 100-Meter-Bahnen.

Das von der Gemeinde Lotte gepachtete Grundstück muss der Verein „befriedet“ zurückgeben. Soll heißen: Die unterirdische Schießanlage muss abgebrochen und verfüllt werden. Voraussichtliche Zusatzkosten: 48.350 Euro. Für eine Renovierung und Modernisierung der Schießsportanlage indes kalkulierte Niehaus brutto rund 86.500 Euro.
Zwischenruf: „Wer soll das bezahlen?“

„Wer soll das bezahlen“ war zu hören. Zuvor hatte der Kassenbericht von Brigitte Gausmann nach Investitionen im unteren fünfstelligen Bereich ein kleines Plus belegt. Horst Kröner erklärte: „Wir müssen das je nach Kassenlage nach und nach vollziehen.“

Dem folgten die Mitglieder mehrheitlich. Der Vorstand kann agieren. In diesen wählten die Schützen für Schriftführerin Heidi Willms nun Michael Leben ins Amt. Bestätigt wurden der zweite Vorsitzende Armin Sünnewie und Schatzmeisterin Brigitte Gausmann für den Verein mit der Adresse Jahnstraße 6 in Lotte.

Text und Bild: Ursula Holtgrewe(NOZ)

Rote Zahlen im Geschäftsjahr 2016 Alt-Lotter Schützen kämpfen gegen Defizit

Einen drastischen Sparkurs lenkt der Schützenverein Lotte von 1659 ab sofort ein. Damit die Wahrer der Traditionen das Jahresfest vorerst wie gewohnt ausrichten können, gibt es die Irische Nacht und die Musiknacht nicht mehr.

Fürs Geschäftsjahr 2016 errechnete Schatzmeister Hubert Grewe-Hortebusch in der Jahresversammlung rote Zahlen. Zu Buche schlugen dabei maßgeblich Kosten für das Zusammentragen zahlreicher Daten als Grundlage dafür, dass der Antrag auf Verlängerung der Gemeinnützigkeit beim Finanzamt eingereicht werden konnte. „Kosten in dieser Höhe kommen im laufenden Jahr nicht auf uns zu. Wir stehen vorm Finanzamt sauber da“, betonte der Schatzmeister im Vereinshaus.
Einmalige hohe Ausgaben

Weiterhin seien Umsatzsteuernachzahlung, wie in 2016, und Kosten für Instandsetzungsarbeiten im Schießstand nicht zu erwarten, erklärte Grewe-Hortebusch. Die Versammlung entlastete ihn für eine „hervorragend geführte Kasse“ und zugleich den Vorstand für dessen Arbeit einstimmig.

Hubert Grewe-Hortebusch trat aus privaten Gründen vom Amt zurück, wird aber dem Verein weiterhin erhalten bleiben. „Es geht nur um das abgelaufene Jahr. Eigentlich stehen wir gar nicht schlecht da“, sagte er. Kommissarisch ist nun Brigitte Gausmann Schatzmeisterin bis zu den nächsten Wahlen.
Zwei defizitäre Veranstaltungen gestrichen

„Wir haben überlegt, wo wir Kosten einsparen können, denn wir wollen das Schützenfest feiern wie bisher“, leitete Kröner über zum Ergebnis der Vorstandsdiskussionen. Allein mehr als 1000 Euro Gema-Gebühren zahlte der Verein insgesamt für die Veranstaltungen mit Musik. „Wir haben beschlossen, die Irische Nacht am 30. April und die Musiknacht ausfallen zu lassen, weil für den Verein nur Kosten entstehen“, berichtete Horst Kröner.

In den Überlegungen habe ihn auch Festwirt Andreas Kuhlmann bestätigt, ergänzte Armin Sünnewie, als zweiter Vorsitzender auch Chef-Organisator. „Die Veranstaltungen mögen den Besuchern viel Spaß gemacht haben. Aber wir können sie nur ausrichten, wenn wir das personell und finanziell auch leisten können“, hob er heraus.
Klönabend zur Historie der Schützenvereine

Dazu gehören das Brunnenfest, das Schützenfest und der Jazzabend . Auch das nahm Schriftführerin Heidi Willms zu Protokoll. Ebenso den Hinweis auf die Homepage, auf der die Termine veröffentlicht werden ( www.schuetzenvereinlotte.de ) Im Februar gibt es wieder einen Klönabend. Und weil auch gemeinsam gegessen wird, beginnt der Abend um 18 Uhr. Es schließet sich der Vortrag „Entstehung und Bedeutung der Schützenvereine“ von Historikerin Brigitte Jahnke an.

Schießsportliche Erfolge gab es überdies zu vermelden. Das übernahm Ehrenschießsportleiter Helmut Willms, weil sowohl Schießsportleiter Carsten Steinke und sein Co Jens Wortmann sich nun anderweitig im Verein engagieren.

Mit der ihm eigenen Begeisterung für diesen Sport, allerdings überwiegend aus der Erinnerung, weil ihm Details nicht vorlagen, berichtete Willms über Wettbewerbe auf Landes- Kreis.- und Bezirksebene. Wiederholt nannte er mit Ilse Lange, und Inga Willms Sportschützinnen, die auf vorderen Plätzen landeten. „Unsere Schießgruppe ist gut und sie bleibt gut“, resümierte Willms. „Ja, wir kommen gut miteinander aus“, pflichtete Ilse Lange ihm bei. Alsbald wird sich die Gruppe zusammensetzen, um einen Schießsportleiter zu finden.

Text und Bild: Ursula Holtgrewe (NOZ)

Grünröcke im 357. Vereinsjahr Kröner ist neuer Präsident der Alt-Lotter Schützen

In der Jahresversammlung des Schützenvereins Lotte von 1659 endeten 17 Jahre Präsidentschaft von Eckhard Kottmann. Als Nachfolger wählte die Schützenfamilie Horst Kröner. Auch gab es im Vorstand einige Um- und Neubesetzungen – und die Ernennung Kottmanns zum Ehrenpräsidenten im 357. Vereinsjahr.

Dem scheidenden Vorsitzenden stand ein bewegender Abend bevor. Vor seinem Rücktritt sagte er: „Es ist das letzte Mal, dass ich als Vorsitzender hier stehe. Ich meine, irgendwann muss es eine Änderung geben. Viele haben mich unterstützt. Das ist sehr dankenswert.“ Er nannte mit Tränen auch seine Frau Heike. „Ich werde mich selbstverständlich weiterhin jederzeit für den Verein engagieren.“

Vereinsjubiläum und schießsportliche Ehren

In seine Amtszeit fielen beispielsweise zahlreiche Jahresfeste, eigene und besuchte, das 350-Jährige des Alt-Lotter Traditionsvereins , etliche schießsportliche Meisterehren und vordere Plätze auch auf Bundesebene sowie viele weitere erinnerungswürdige Begebenheiten.

Dank für Eckhard Kottmanns Einsatz

Als Kottmanns Vorschlag, Georg Holtgrewe zum Wahlleiter zu ernennen, angenommen war, stand Wolfgang Fellner auf. „Eckhard, du hast bei deinem vielen Danke sagen dich selbst vergessen. Ich möchte im Namen aller danke sagen für deinen aufopferungsvollen Einsatz der vergangenen 17 Jahre“, sagte Fellner begleitet vom Applaus der Mitglieder. Er hatte Schützenkönige und Hofstaaten, die Kottmann proklamiert hatte, als großformatige Fotocollage zusammengestellt – ein Geschenk, das Eckhard Kottmann gerührt entgegennahm.

Horst Kröner neuer Präsident

Nun standen geheime Wahlen für einen Teil des Vorstands bevor. Georg Holtgrewe fand mit Ilse Lange und Günther Fischer Stimmzähler. 48 Wahlberechtigte stimmten vier Mal ab. Als der einstige Vorsitzendenvertreter Horst Kröner neuer Präsident des Traditionsvereins war, leitete er die weiteren Wahlgänge.

Neu- und Umbesetzungen im Vorstand

Zum zweiten Vorsitzenden wählte die Versammlung Armin Sünnewie. Zweiter Schriftführer ist nun Wolfgang Fellner. Als zweite bislang kommissarische Schatzmeisterin bestätigten die Schützen Barbara Kröner. Desweiteren gehören zum Vorstand Schriftführerin Heidi Willms und Schatzmeister Hubert Grewe-Hortebusch. Jens Wortmann wird Schießwart Carsten Steinke unterstützen.

Verdienstnadeln in Gold und Silber

Ehrungen übernahm Ehrenschießsportleiter Helmut Willms. Die goldene Verdienstnadel des Schützenbundes Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim erhielt Inga Willms, die silberne Siegfried Tschöltsch.

Termine im 357. Vereinsjahr

Ihnen steht auch in diesem ein termingespicktes Jahr mit Irischer Nacht und der „Kilkenny Band“ am 30. April bevor. Zudem das Schützenfest vom 10. bis 12. Juni sowie Besuche anderer Jahresfeste und vieles mehr – ganz so, wie es Schriftführerin Heidi Willms für 2015 berichtete. Wie es schießsportlich war, belegte Carsten Steinke. Zu hoffen bleibt, dass die finanzielle Bilanz für 2016 ein etwas größeres Gesamtplus ausweist als das dreistellige, das Hubert Grewe-Hortebusch der Versammlung vortrug.

In einem Jahr wissen alle mehr. Erst einmal startet der Schützenverein Lotte von 1659 mit teilerneuertem Vorstand ins 357. Vereinsjahr.

 

Text und Bilder: Ursula Holtgrewe (NOZ)

Jahresversammlung des Schützenvereins Lotte

Mit Optimismus, das kommende Alt-Lotter Jahresfest im kritischen Blick, begleiten Heidi Willms, Eckhard Kottmann, Barbara Kröner und Hubert Grewe-Hortebusch den Schützenverein Lotte von 1659.

Unter anderem mit der Information über einen finanziell erfreulich guten Kassenabschluss starteten die Mitglieder im Schützenverein Lotte von 1659 ins Vereinsjahr. Dennoch gibt es Überlegungen, den Schützenfestablauf ab dem Jahr 2016 zu verändern – der Kosten wegen. Bei den Wahlen gab es zwei Bestätigungen im Amt und eine Neuwahl.

Es wird wohl für längere Zeit die Jahresversammlung mit der bedrückendsten Stimmung bleiben, die die Mitglieder im Schützenhaus an der Jahnstraße erlebten. Präsident Eckhard Kottmann machte keinen Hehl daraus, dass ihm der Tod von Kommandant und Festausschussvorsitzenden Manfred Rapelius vergangenen Montag überaus nahe geht. Er leitete ein Treffen mit teils heftiger Diskussion.

Dabei können die 196 Mitglieder durchaus zufrieden mit den zahlreichen Vereinsaktivitäten sein. Daran erinnerte Schriftführerin Heidi Willms mit launigen Worten in ihrem mit Terminen gespickten Jahresrückblick. Sie wurde ebenso wiedergewählt wie in Abwesenheit, der zweite Vorsitzende Horst Kröner. Als stellvertretender Schatzmeister präsentierte Hubert Grewe-Hortebusch in seinem detaillierten Bericht vierstellige schwarze Zahlen. „Nach vielen Jahren mal wieder“, kommentierte er zufrieden. Die Versammlung votierte für ihn als ersten Schatzmeister. Weiterhin beauftragte sie Barbara Kröner, bis zur turnusgemäßen Wahl im kommenden Jahr die Stellvertretung für Grewe-Hortebusch zu übernehmen.

„Es wird immer schwieriger, einen Verein zu führen und Schützenfeste ohne finanziellen Verlust zu feiern. Die Kosten steigen. Wir werden zusehen, dass wir unseren Schützenverein auch finanziell positiv weiterentwickeln“, betonte Kottmann.

Im Schützen-Festausschuss gibt es nun gleichfalls offiziell eine Veränderung. Manfred Rapelius hatte aus gesundheitlichen Gründen den Vorsitz an Rolf Wortmann übertragen. „Mir hat Armin Sünnewie zugesagt, mich zu unterstützen“, erklärte Wortmann, das Amt weiterzuführen.

Weil es Schießsportleiter Carsten Steinke aus persönlichen Gründen nicht möglich war, den Jahresbericht zu verfassen, sprang sein Vorgänger Helmut Willms ein. „Ich habe das auf die Schnelle zusammengefasst, was mir noch in Erinnerung war“, bat er um Verständnis, dass sein Beitrag nicht vollständig sei.

Er nannte schießsportliche Erfolge daheim und unterwegs, regional und überregional. „Die höchste Auszeichnung des Nordwestdeutschen Schützenbundes, die goldene Verdienstnadel, erhielten Ilse Lange und Heidi Willms“, berichtete Helmut Willms. (Anmerkung der Redaktion: Aus dem NWDSB sind auch die Lotter Schützen ausgetreten und ab dem 1. Januar Mitglied im Schützenbund Weser-Ems.)

In der Diskussion übers Jahresfest und nachlassenden Besucherzuspruch fragte Georg Gunesch: „Lohnt es sich überhaupt noch, die Schützenfeste so zu feiern, wie wir es kennen?“ Kottmann räumte ein, dass Änderungen angedacht seien. Kritisiert wurde, dass das Kinderkarussell wenig attraktiv sei. Die Versammlung erfuhr, dass es kurzfristig Verhandlungen mit einem neuen Schausteller gebe. „Wir werden sehen, wie es in diesem Jahr läuft, und dann reagieren“, versicherte Kottmann. Einig waren sich alle: „Das Schützenfest gehört in die Ortsmitte.“

Text und Bild: Ursula Holtgrewe (NOZ)

Lotter Schützen haben viel vor Irische Nacht auf der Diele von Hof Miete

Viel geschafft, viel in Vorbereitung – ein aktives Vereinsjahr lag hinter und liegt vor den Mitgliedern im Schützenverein Lotte von 1659 sowie der Lotter Bevölkerung, die die Angebotsvielfalt wahrnehmen möchte. Beim Jahrestreffen im Schützenhaus trat Carsten Steinke zu seiner Jungfernrede als Sportleiter an.

Nach herzlicher Begrüßung überließ Präsident Eckhard Kottmann das Wort Schriftführerin Heidi Willms. Sie leistete den längsten Wortbeitrag des Abends, weil sie ein termingespicktes Vereinsleben würdigte. Zu den Traditionsterminen gehörten Weiberfastnacht (die nächste ist am 27. Februar) und die Irische Nacht am 30. April. Sie wird in diesem Jahr – wieder mit der „Kilkenny Band“ – auf der Diele vom Hof Miete gefeiert. „Das ist entspannter, sollte das Wetter nicht mitspielen“, sagte Heidi Willms. Um ein größeres Publikum zu erreichen, beginnt die Band erst am späteren Abend.

Erfreut registrierte die gut besuchte Versammlung, dass 14 Neumitglieder aufgenommen wurden. Ein weiteres Bilanz-Plus konnte Schatzmeister Hubert Grewe-Hortebusch nicht benennen. Gleichwohl waren seine und die Entlastung des Vorstands reine Formsache.

Gleichfalls einstimmig votierten die Schützen für eine Satzungsänderung. Sie besagt, dass zusätzlich zum Vorsitzenden und seinem Vize – derzeit Horst Kröner – auch die ersten Schriftführer und Kassierer unterschriftsberechtigt sind.

Premiere als Sportleiter hatte Carsten Steinke mit seinem Bericht. Die Aufregung gut im Griff, beschrieb er Erfolge bei Traditions- und Sportschießen. Für die Deutschen Meisterschaften haben sich erneut Harry Mörschel, Ilse Lange und Heidi Willms qualifiziert. „Um weiterhin erfolgreich zu sein, freue ich mich, wenn weitere Schützenschwestern und -brüder den Weg zu uns finden“, lud Steinke zu den Übungsabenden freitags ein.

Weiterhin erfuhren die Mitglieder, dass sich Manfred Rapelius nunmehr beratend für den Festausschuss engagiert. „Die Planungen wird Rolf Wortmann vornehmen“, sagte Eckhard Kottmann und dankte Rapelius sowie allen, die den Verein in jedweder Weise unterstützten und unterstützen werden.

Auf eine Weihnachtsfeier verzichten die Traditionsbewahrer auch in diesem Jahr. „Wir werden etwas anderes anbieten, das die Lotter Bevölkerung anspricht“, machte Kottmann neugierig. Auch damit war die gesamte Versammlung einverstanden.

Protest regte sich hingegen, als der Präsident den Vorstandsbeschluss bekannt gab, das Jahresfest 2015 vorzuverlegen wegen einer Aktion der evangelischen Kirche anlässlich deren Weihe am 26. Februar 1314. „Man weiß schon lange, dass man feiern möchte und auch, dass wir an dem Wochenende Schützenfest haben“, kritisierte Armin Sünnewie. Unmut über den Vorstandsbeschluss äußerten auch Carsten Brozda und weitere Schützenmitglieder.

Friedhelm Lange, der Presbyter ist, appellierte an gegenseitige Rücksichtnahme und regte an, dass der Vorstand mit Pastor Detlef Salomo sprechen solle.

Kottmann: „Entscheiden werden wir in der nächsten Jahresversammlung. Bis dahin müssen Armin und Carsten einen Antrag reingereicht haben, über den wir abstimmen. Mit Pastor Salomo werden wir auch sprechen.“

Text und Bild: Ursula Holtgrewe (NOZ)

Bilder: Kröner

Jahreshauptversammlung des Schützenvereins Lotte von 1659 e.V.

Eckhard Kottmann begrüßte neben den anwesenden Mitglieder die amtierende Königin- und Gemeindekönigin Heike Kottmann, die Kaiserin des Schützenbundes Osnabrück-Emsland Grafschaft Bentheim, Heidi Willms, die amtierende Königin Ilse Lange, ebenfalls vom Schützenbund Osnabrück-Emsland Grafschaft Bentheim, ferner den Ehrenvorsitzenden Reinhard Lienemann, den Bürgermeister der Gemeinde Lotte, Rainer Lammers und Uschi Holtgrewe von der NOZ, zur Jahreshauptversammlung. Nach der Totenehrung wurden die Berichte des Schriftführers, des Schatzmeisters und des Kassenprüfers vorgetragen. Heidi Willms stellte ihren Bericht bebildert den anwesenden Mitgliedern vor. Der Kassenprüferbericht wurde von Willi Stein vorgetragen. Er beantragte für die hervorragend geführten Bücher Entlastung des Vorstandes. Die Anwesenden votierten einstimmig für die Entlastung des Vorstandes. Dann folgten die Berichte des Sportleiters und des Festausschusses. Helmut Willms berichtete über ein erfolgreiches Sportjahr des Lotter Vereins. Nach Endung seines Vortrages legte er aus persönlichen Gründen sein Amt nieder. Eckhard Kottmann würdigte sein 32-jähriges Wirken im „Schießstand“ und ernannte Helmut Willms als Ehrensportleiter. In diesem Zusammenhang überreichte er ihm ein kleines Präsent als Dankeschön. Für die Schießgruppe dankte Wilhelma Bauschulte Helmut Willms mit einem Blumenstrauß für die Unterstützung in den letzten Jahrzehnten beim Schießen, Planen von Veranstaltungen usw.
Nun sollte ein Nachfolger für Helmut Willms ernannt werden.
Da sich kein Interessent fand, wurde dieses vertagt. In den nächsten Wochen soll versucht werden, einen Nachfolger in Zusammenarbeit und dem Vorstand und der Schießgruppe gefunden werden. Der Festausschussbericht wurde von Brigitte Gausmann vorgetragen, die sich auf die Termine in 2013 beschränkte, da Heidi Willms über Veranstaltungen aus dem Jahre 2012 zuvor in ihrem Rechenschaftsbericht informiert hatte.
Da keine Anträge dem Vorstand vorlagen, kam Eckhard Kottmann zum Punkt „Verschiedenes“. Auf Frage, ob es Fragen oder Anregungen seitens der Anwesenden gibt, erhob sich Armin Sünnewie und bat Rolf Wortmann, in 2013 doch eine neuerliche Reise zu planen.
Außerdem begrüßte Armin Sünnewie die Arbeit des Vorstandes.
Dann wurde die Jahreshauptversammlung mit einem dreifachen Horrido beendet.

Text: Brigitte Gausmann
Bilder: Kröner

Schwarze Zahlen und sportliche Erfolge

Auch in diesem Jahr bereichern die Aktiven vom Schützenverein Lotte von 1659 das Ortsgeschehen mit zahlreichen Veranstaltungen. Die gute Laune beim Jahrestreffen im Vereinshaus an der Jahnstraße verstärkte sich noch, als Schatzmeister Werner Teepe erfreulich schwarze Zahlen bilanzierte. Mit kräftigem „Horrido“ gratulierten die Grünröcke in Zivil zu Amtsjubiläen. Die Wahlen gingen diskussionslos über die Bühne.

Die Versammlung war schon fast zu Ende, als Heike Kottmann vors Mikrofon trat: „Jetzt möchte ich mich doch mal einmischen. Eckhardt ist heute vor 25 Jahren in den Vorstand gewählt worden“, sagte sie schmunzelnd zur Verblüffung der Versammlung. Die reagierte prompt mit Schützengruß für den kurz zuvor im Amt bestätigten Präsidenten. Sie wiederholte den Gruß, als bekannt wurde, dass Helmut Willms seit 31 Jahren Sportleiter der erfolgreichen Sportschützen ist. Er hat sich für weitere vier Jahre wählen lassen.

Da war die Wahlleitung Friedhelm Langes längst beendet. Die Mitglieder hatten dafür gestimmt, dass Brigitte Gausmann zweite Schriftführerin bleibt und Hubert Grewe-Hortebusch Co-Schatzmeister wird. Der in Abwesenheit bestätigte Festausschussvorsitzende Manfred Rapelius erhält fortan Unterstützung von Rolf Wortmann.

Im Jahresrückblick berichtete Schriftführerin Heidi Willms über Angebotsvielfalt und Aktivitäten. Zum Jahresfest, das die Wahrer der Tradition erstmals auf dem Marktplatz ausrichteten, resümierte sie: „Die Veränderung fand bei vielen Festbesuchern großen Anklang.“ Heidi Willms schloss: „Wir alle sind ehrenamtlich tätig und investieren unsere Freizeit in die Vereinsarbeit. Wer meint, wir könnten etwas verändern oder verbessern, soll es sagen. Wir alle sind für Anregungen dankbar.“

Dazu passten auch die Worte von Wahlleiter Friedhelm Lange, an diejenigen gerichtet, die sich gern hinter den häufig zitierten vorgehaltenen Händen äußern: „Kritisiert werden nur die, die etwas tun.“

Erfreuliches berichtete jedenfalls Helmut Willms aus der Schießsportabteilung, die im Jahr 2011 etliche Erfolge, Pokale und Majestätenehren in allen Altersgruppen auf Kreis- und Bezirksebene einheimste. Damit trugen die Traditionsschützen, die dem Schützenkreis Osnabrück Land-West angeschlossen sind, ihren Teil dazu bei, sportlich für Lotte zu werben. „Etwas, worüber ich mich sehr freue, ist: Die Beteiligung am Jugendschießen ist enorm gestiegen“, belegte Willms auch, dass nach einigen Jahren Zurückhaltung sich nun Nachwuchsschützen in die Fußstapfen der Erwachsenen begeben.

Eckhard Kottmann wies auf Termine in diesem Jahr hin. Der Klönabend, geplant im Februar, werde in den Spätsommer verlegt. An Weiberfastnacht (16. Februar) wird das Schützenhaus zur Narrhalla jecker Frauen. Beim Ostereierschießen am 31. März präsentiert sich der Verein mit Aktionen und frisch geräucherten Forellen der Öffentlichkeit.

Die Maifeier terminieren die Schützen auf den 28. April. „Wir haben den Termin vorverlegt. Manche sind über den 1. Mai im Urlaub. Nun hoffen wir, dass möglichst viele zum Hof Miete kommen“, betonte Eckhard Kottmann.

Das Schützenfest vom 8. bis 10. Juni findet erneut auf dem Marktplatz statt – mit Zeltgottesdienst am Sonntag. Vielleicht gehen dann bei den Umzügen die ersten Mitglieder in modischen Polo-Shirts mit. Für diese Alternative zu Schützentracht der Frauen und Uniform votierte die Versammlung ebenfalls.

(von links): Rolf Wortmann, Günther Hischemöller, Eckhardt Kottmann, Werner Teepe, Horst Kröner, Heidi Willms, Hubert Grewe-Hortebusch, Helmut Willms und Brigitte Gausmann.

Text und Bild: Ursula Holtgrewe (NOZ)